Ökostrom: Fragen und Antworten


Hier finden Sie Antworten zu häufig gestellten Fragen rund um das Thema Ökostrom, Gütesiegel und dem Wechsel des Ökostromanbieters.
Fragen und Antworten

  • Ökostrom besteht zu einem großen Teil aus erneuerbaren Energien, also Wasserkraft, Wind- und Sonnenenergie, Biomasse oder Geothermie. Eine Beimischung von Strom aus Atomkraft oder Kohle wird in aller Regel ausgeschlossen. Verivox informiert Sie über den Strommix der verschiedenen Ökostrom-Anbieter.
  • Alle Haushalte haben die Möglichkeit, ihren Stromanbieter frei zu wählen. Es gibt viele regionale und bereits mehrere überregionale Anbieter. Für einen Wechsel zu einem Ökostrom-Versorger genügt es, dem Anbieter einen unterschriebenen Stromliefervertrag zuzusenden. Der neue Anbieter übernimmt alle Formalitäten für den Wechsel.
  • Nicht unbedingt, denn wir haben festgestellt, dass in vielen PLZ-Gebieten Ökostrom-Angebote günstiger sind als die Standardtarife der lokalen Grundversorger. Dies gilt jedoch nicht für alle PLZ-Gebiete. Oft beträgt der Preisunterschied zwischen einem Ökostrom-Angebot und dem Standardtarif aber nur wenige Euro im Monat.
  • Hier ist Vorsicht geboten. Oft verkaufen Anbieter ihren Strom aus erneuerbaren Energien als Ökostrom-Tarif. Der Ökostrom fehlt dann aber bei den normalen Stromtarifen. Somit erhält der Anbieter oft mehr Geld für seinen Strom, produziert aber nicht mehr Ökostrom.
  • Man kann sich das Stromleitungsnetz wie einen großen See vorstellen: Aus verschiedenen Quellen und Kraftwerken wird Strom ins Netz eingespeist, und die Verbraucher entnehmen an vielen verschiedenen Stellen Strom aus diesem Strommix. So kann man dem Strom, den man selber bezieht, nicht ansehen, welcher Energiequelle er entstammt. Aus Sicht der Verbraucher (und aus Umweltsicht!) kommt es deshalb darauf an, dass die Bilanz stimmt: Die Ökostrom-Anbieter müssen so viel Ökostrom in das Stromnetz einspeisen, wie ihre Kunden an anderer Stelle daraus entnehmen. Dass ein Anbieter dieses Kriterium erfüllt, wird durch eine Gütesiegel-Zertifizierung geprüft.
  • Zum einen kann man unterscheiden zwischen Anbietern, die eigens gegründet wurden, um (nur) Ökostrom zu verkaufen (z.B. Greenpeace energy, Naturstrom AG), und zum anderen etablierten Energieversorgungsunternehmen, die neben Ökostrom-Tarifen auch herkömmlich erzeugten Strom aus Atomstrom und Kohle anbieten (darunter auch viele Stadtwerke). Außerdem unterscheiden sich die Anbieter (und der Umweltnutzen ihrer Angebote) dadurch, dass einige den Ökostrom aus Altanlagen, z. B. bereits vor vielen Jahren in Betrieb genommenen Wasserkraftwerken beziehen, während andere gezielt in den Bau neuer Anlagen investieren und damit die ?Energiewende? aktiv vorantreiben. Einige der Ökostrom-Gütesiegel berücksichtigen diesen Gesichtspunkt bei ihren Vergabekriterien.
  • Um den Markt für Ökostrom transparenter und die Qualität der Angebote überprüfbar zu machen, haben verschiedene Organisationen Gütesiegel für Ökostrom entwickelt. Anbieter können sich für diese Gütesiegel (oder ?Zertifikate?) bewerben und müssen für eine Vergabe bestimmte Kriterien erfüllen. Diese Kriterien beziehen sich z.B. auf die verwendeten Energiequellen und den Bau von Neuanlagen und sind nicht bei allen Gütesiegeln identisch. Verivox hat Informationen über die fünf verschiedenen Ökostrom-Gütesiegel zusammengestellt, und die Angebote, die ausgezeichnet sind, zur besseren Orientierung entsprechend gekennzeichnet. Lesen Sie mehr über die verschiedenen Gütesiegel:

    • Gütesiegel des Grüner Strom Label e.V.
    • Gütesiegel des EnergieVision e.V.
    • Ökostrom-Gütezeichen der Landesgewerbeanstalt Bayern
    • TÜV-Zertifikat für Ökostrom
    • Ökostrom-Zertifikat des RECS-Deutschland e.V.
  • Laut Erneuerbare-Energien-Gesetz müssen alle Anbieter derzeit elf Prozent ihres Stroms aus erneuerbaren Energien beziehen. Die Ökostrom-Anbieter holen jedoch auch die übrigen 89 Prozent aus erneuerbaren Energien. Ein Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter kann also den Trend zum umweltbewussten Strom beschleunigen.
  • Vorerst nicht. Bisher wird noch weit mehr Ökostrom produziert als verbraucht wird. Umweltschützer argumentieren zudem, dass bei steigender Nachfrage die Bereitschaft der Versorger wächst, mehr in Ökostrom zu investieren. Ihrer Ansicht nach sorgen viele Wechsler für eine schnellere Energiewende.